AGB
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) RYZON Bonn Triathlon
- Geltungsbereich und Allgemeine Bestimmungen
Für die bessere Lesbarkeit wird in diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) bei Personenbezeichnungen überwiegend die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung für alle Geschlechter. Eine Benachteiligung ist weder beabsichtigt noch gewollt.
- Organisation und Veranstaltungshoheit
- Rennleitung: Die Rennleitung setzt sich zusammen aus Vertretern des Veranstalters, einem Vertreter des zuständigen Landesverbandes (z. B. Nordrhein-Westfälischer Triathlon-Verband e. V. / NRWTV) sowie dem Wettkampfgericht.
- Regelwerk: Die Bedingungen des Veranstalters gemäß der Ausschreibung, diese AGB, die offiziellen Wettkampfbestimmungen, Informationen und Änderungen im Rahmen der Wettkampfbesprechung sowie die Sportordnung der Deutschen Triathlon Union (DTU) sind von allen Teilnehmern zwingend einzuhalten.
- Veranstaltungshoheit: Die Rennleitung besitzt die uneingeschränkte Veranstaltungshoheit und ist jederzeit berechtigt, per Mehrheitsentscheid veranstaltungsrelevante Entscheidungen zu treffen. Dies gilt insbesondere aus sachlichen Gründen (z. B. Straßenschäden, Umweltschutz, Wetterlage, höhere Gewalt, behördliche Anordnungen) – auch noch kurz vor oder während des Starts –, die Strecke zu ändern, Distanzen anzupassen, eine Neoprenpflicht bzw. ein Neoprenverbot anzuordnen sowie die Veranstaltung zu unterbrechen, abzubrechen oder zu verlegen.
- Informationen: Offizielle Informationen und Bekanntmachungen erfolgen über die Internetseite des Veranstalters. Ein regelmäßiger Blick auf die Website sowie das Abonnement des Newsletters werden empfohlen.
- Ausschluss / Disqualifikation: Die Rennleitung ist berechtigt, Teilnehmer oder Staffeln auszuschließen bzw. zu disqualifizieren, wenn sie den ordnungsgemäßen Verlauf der Veranstaltung stören, die eigene Sicherheit oder die anderer gefährden oder den Weisungen des Personals nicht Folge leisten.
- Weisungsbefugt sind sämtliche entsprechend kenntlich gemachte Personen des Veranstaltungspersonals sowie uniformierte Einsatzkräfte (Polizei, Feuerwehr, THW, DLRG etc.). Anweisungen ist unverzüglich Folge zu leisten.
- Wettkampfbesprechung: Die Teilnahme an der offiziellen Wettkampfbesprechung ist für alle Teilnehmer verpflichtend. Aus Informationsmängeln resultierende Nachteile gehen zu Lasten des Teilnehmers.
- Medizinischer Notfall: Die vom Veranstalter eingesetzte ärztliche Betreuung ist berechtigt, Teilnehmer bei Anzeichen gesundheitlicher Probleme zum Schutz ihrer Gesundheit aus dem Rennen zu nehmen.
- Teilnahmeberechtigung, Gesundheit & Anti-Doping
- Teilnehmerkreis: Teilnahmeberechtigt sind Hobby-, Freizeit- und Profisportler.
Mindestalter: Das Mindestalter richtet sich nach der Art der Teilnahme (Einzelstarter vs. Staffel) gemäß den Vorgaben der DTU-Sportordnung und der Ausschreibung. Für Einzelstarter: Diese müssen bis zum Wettkampftag das 18. Lebensjahr vollendet haben. Für Teilnehmer an Staffeln: Schwimmen: 14 Jahre, Rad: 17 Jahre, Laufen: 16 Jahre. Jugendliche unter 18 Jahren dürfen keine zwei aufeinanderfolgenden Einzeldisziplinen absolvieren.
- Lizenzpflicht: Jeder Einzelstarter muss im Besitz einer gültigen Lizenz seines nationalen Triathlon-Verbandes oder einer Tageslizenz sein. Tageslizenzen können im Rahmen der Online-Registrierung oder vor Ort erworben werden.
- Sperren: Personen, die wegen Verstoßes gegen nationale oder internationale Antidopingbestimmungen gesperrt sind, sind von der Teilnahme ausgeschlossen.
- Gesundheitlicher Zustand: Die Teilnahme setzt einen guten, den Anforderungen entsprechenden gesundheitlichen Zustand voraus. Da es sich um eine hochintensive Ausdauerbelastung handelt, wird eine vorherige sportärztliche Untersuchung dringend empfohlen. Eine ausreichende Erfahrung im Freiwasserschwimmen wird vorausgesetzt.
- Medizinische Begutachtung & Behandlung: Der Veranstalter ist berechtigt, den Gesundheitszustand eines Teilnehmers durch einen Mediziner prüfen zu lassen und bei begründeten Bedenken den Start zu untersagen. Der Teilnehmer erklärt sich im Notfall mit einer medizinischen Behandlung einverstanden.
- Dopingkontrollen: Mit der Anmeldung unterwirft sich der Teilnehmer den Anti-Doping-Bestimmungen der DTU (ADC), der NADA (NADC) sowie der WADA in ihrer jeweils gültigen Fassung und erklärt sich bereit, an verdachtsunabhängigen Dopingkontrollen mitzuwirken.
- Strecke, Ausrüstung & Durchführung
- Eigenverantwortung: Jeder Teilnehmer muss die Strecke aus eigener Kraft absolvieren. Jegliche unerlaubte Fremdhilfe führt zur Disqualifikation.
- Ausrüstung: Jeder Teilnehmer ist für die technische Sicherheit und Reglementkonformität seiner Ausrüstung (insbesondere Rad und Helm) selbst verantwortlich. Auf der Radstrecke gilt absolutes Helmpflichtgebot (geschlossener Kinnriemen während der gesamten Radzeit).
- Kennzeichnung: Offizielle Startnummern und Schwimmkappen müssen gemäß den Vorgaben getragen und dürfen weder verändert noch verdeckt werden.
- Umweltschutz & Müll: Müllentsorgung (z. B. Gels, Verpackungen, Flaschen) ist ausschließlich in den gekennzeichneten Verpflegungszonen bzw. Mülleimern gestattet. Zuwiderhandlungen führen zur sofortigen Disqualifikation.
- Zeitnahme & Sanktionen
- Elektronische Zeitnahme: Die Zeitnahme erfolgt über einen externen Dienstleister mittels Transponder (Chip).
- Rückgabe des Chips: Der Chip ist während des Rennens zu tragen und beim Check-out der Wechselzone (bzw. an ausgewiesenen Punkten) abzugeben. Für nicht zurückgegebene Chips wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 70,00 € erhoben. Dem Teilnehmer bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Veranstalter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
- Strafenkatalog: Regelverstöße werden gemäß dem Sanktions- und Maßnahmenkatalog der DTU-Sportordnung geahndet (Verwarnungen, Zeitstrafen, Disqualifikationen).
- Anmeldung, Zahlungsbedingungen & Kein Widerrufsrecht
- Verbindlichkeit: Die Anmeldung erfolgt über das offizielle Anmeldeportal. Mit Abschluss des Anmeldevorgangs und Erhalt der Anmeldebestätigung kommt ein verbindlicher Vertrag zustande.
- Kein gesetzliches Widerrufsrecht: Gemäß § 312g Abs. 2 Nr. 9 BGB besteht für Verträge über Freizeitveranstaltungen mit fixem Termin oder Zeitraum kein gesetzliches Widerrufsrecht. Jede Anmeldung ist nach Bestätigung grundsätzlich bindend.
- Startplatzübertragung / Rücktritt: Eine Übertragung des Startplatzes oder eine Rücktrittsabwicklung ist ausschließlich über die in der offiziellen Ausschreibung definierten Wege und Fristen möglich.
- Krankheit / Verhinderung: Bei Nichtantreten (z. B. krankheitsbedingt) besteht grundsätzlich kein Anspruch auf Erstattung der Startgebühr, es sei denn, es wurde eine optionale Rücktrittsversicherung (sofern angeboten) abgeschlossen.
- Änderungen, Absage & Höhere Gewalt
- Begriffsbestimmung Höhere Gewalt: Als Höhere Gewalt gelten unvorhersehbare, außergewöhnliche Ereignisse außerhalb der Kontrolle des Veranstalters (z. B. Naturkatastrophen, extreme Wetterlagen, Pandemien, behördliche Verbote, Krieg, Terrorismus, massive Infrastrukturausfälle).
- Leistungsanpassung bei Höherer Gewalt: Im Falle höherer Gewalt oder behördlicher Auflagen ist der Veranstalter berechtigt, die Veranstaltung zeitnah zu verlegen (bis zu 13 Monate), inhaltlich anzupassen (z. B. Ersatz als Duathlon/Bike & Run) oder – als ultima ratio – abzusagen.
- Finanzielle Regelungen bei Absage / Verlegung:
- Bei einer vollständigen Absage aus Gründen höherer Gewalt oder behördlicher Untersagung wird die Startgebühr abzüglich der bereits nachweislich angefallenen und unvermeidbaren Kosten erstattet.
- Bei einer Verlegung behält das Ticket grundsätzlich seine Gültigkeit; dem Teilnehmer steht ein Sonderkündigungsrecht zu, wenn ihm der Ersatztermin unzumutbar ist.
- Bei einer kurzfristigen Verkürzung oder einem Rennabbruch während des laufenden Events aufgrund höherer Gewalt besteht kein Anspruch auf Rückerstattung oder Minderung der Startgebühr.
- Haftung & Haftungsbegrenzung
- Haftung des Veranstalters: Der Veranstalter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Pflichtverletzung des Veranstalters, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen beruhen.
- Leichte Fahrlässigkeit: Für sonstige Schäden, die auf einer leicht fahrlässigen Verletzung von Kardinalpflichten (Pflichten, deren Erfüllung die Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglichen) beruhen, ist die Haftung des Veranstalters auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
- Wechselzone & Verwahrung: Für in der Wechselzone oder in sonstigen Aufbewahrungsbereichen abgestellte Fahrräder, Ausrüstungsgegenstände oder abgegebene Taschen übernimmt der Veranstalter – vorbehaltlich vorsätzlichen oder grob fahrlässigen Verhaltens – keine Haftung bei Diebstahl oder Beschädigung (insbesondere durch Witterungseinflüsse). Die Nutzung bewachter Wechselzonen erfolgt auf eigene Gefahr.
- Haftung des Teilnehmers: Der Teilnehmer haftet für alle von ihm schuldhaft verursachten Schäden an Dritten oder am Eigentum des Veranstalters. Er stellt den Veranstalter von entsprechenden Ansprüchen Dritter frei. Der Abschluss einer privaten Haftpflicht- und Unfallversicherung wird dringend empfohlen.
- Datenschutz & Bildrechte (Medienrechte)
- Datenerhebung: Die im Rahmen der Anmeldung erhobenen personenbezogenen Daten (Name, Vorname, Geburtsjahr, Geschlecht, Verein, Startnummer, E-Mail-Adresse etc.) werden zur Durchführung und Abwicklung der Veranstaltung (insbesondere Zeitnahme, Erstellung und Veröffentlichung von Starter- und Ergebnislisten im Internet) elektronisch verarbeitet und an beauftragte Dienstleister (z. B. Zeitnehmer) weitergegeben.
- Bild- und Tonrechte: Mit der Anmeldung erklärt sich der Teilnehmer damit einverstanden, dass im Zusammenhang mit der Veranstaltung angefertigte Fotos, Filmaufnahmen, Interviews und Tonaufzeichnungen von ihm ohne Anspruch auf Vergütung in Printmedien, im Fernsehen, im Internet und für Werbezwecke des Veranstalters uneingeschränkt verbreitet und veröffentlicht werden dürfen.
- Schlussbestimmungen (Salvatorische Klausel, Gerichtsstand & Recht)
- Anwendbares Recht: Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland.
- Erfüllungsort & Gerichtsstand: Erfüllungsort für alle beiderseitigen Leistungen ist der Sitz des Veranstalters. Soweit der Teilnehmer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist, ist der Gerichtsstand der Sitz des Veranstalters.
- Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so wird dadurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Klausel am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für eventuelle Regelungslücken.





